Rechtliche Informationen auf CareInfo aktualisiert

Die Arbeitsbedingungen in Privathaushalten sind prekär und ungenügend geregelt – dies befand der Bundesrat 2015. Verbessert werden solle die Situation, indem die Kantone ihre Normalarbeitsverträge Hauswirtschaft anpassten. Das SECO stellte deshalb den Kantonen im Juni 2018 einen Modell-Normalarbeitsvertrag als Vorlage zur Verfügung. Dieser solle einen schweizweiten Minimalstandard setzen und der Situation von live-in Care-Migrantinnen Rechnung tragen.

Der Modell-Normalarbeitsvertrag des SECO enthält zum Beispiel neue Regelungen der Pausen und Freizeit, der Bezahlung von Rufbereitschaft und Präsenzzeit und weitere Bestimmungen wie etwa kostenloser Internetzugang für Care-Migrantinnen.

Einige Kantone haben bereits Anpassungen vorgenommen (s. Newsbeitrag vom 21.11.2019).

CareInfo bleibt aktuell

Bereits in Kraft getreten sind die neuen Normalarbeitsverträge Hauswirtschaft der CareInfo-Mitglieder Aargau, Bern, Solothurn und Zürich. Die aktualisierten rechtlichen Informationen dieser Kantone sind für Care-Migrantinnen und Privathaushalte bereits auf CareInfo verfügbar. Ebenfalls aktualisiert wurde der Zürcher Ratgeber Haushaltshilfe beschäftigen – das müssen Sie wissen. Er ist in Papierform erhältlich. Die Kantone übernehmen zu grossen Teilen den Minimalstandard des SECO, unterschreiten ihn teilweise aber auch.

Die Anpassungen der Normalarbeitsverträge im weiteren CareInfo-Mitgliederkanton Luzern  und im neuen Mitgliederkanton Kanton Appenzell Ausserrhoden sind noch hängig.

Der neue Normalarbeitsvertrag von CareInfo-Mitglied Basel-Stadt ist seit 1.10.2020 in Kraft. Die entsprechenden Anpassungen auf CareInfo folgen.

Wie bis anhin wird CareInfo die aktualisierten rechtlichen Informationen wiederum auch auf Französisch, Polnisch, Ungarisch und Slowakisch zugänglich machen. Die Übersetzungen erfolgen 2021.



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