Personalverleih (Privathaushalt)

Die Care-Migrantin ist von einer Firma angestellt, erhält aber von Ihnen die Arbeitsanweisungen. Dann spricht man von Personalverleih. Sie sind in diesem Fall zwar nicht ArbeitgeberIn, aber Sie müssen für die Gesundheit und den Schutz der Persönlichkeit Ihrer Care-Migrantin sorgen.

AUSWAHL DER FIRMA
Der Markt an privaten Anbietern von Care-Migrantinnen boomt. Prüfen Sie genau, welche Firma Sie wählen. Die Firma muss eine kantonale Betriebsbewilligung haben. Wenn die Care-Migrantin, die die Firma verleiht, keinen Schweizer Pass oder Wohnsitz in der Schweiz hat, braucht die Firma eine nationale Betriebsbewilligung. Hier gelangen Sie zum Verzeichnis der bewilligten Personalverleihfirmen.

VERLEIHVERTRAG
Bevor die Care-Migrantin bei Ihnen zu arbeiten beginnt, müssen Sie mit der Firma einen sogenannten Verleihvertrag abschliessen.

In diesem schriftlichen Vertrag müssen mindestens die folgenden Punkte enthalten sein:

  • Adresse der Verleihfirma und der Bewilligungsbehörde
  • berufliche Qualifikation der Care-Migrantin und die Art der Arbeit
  • Arbeitsort und Beginn des Einsatzes
  • Dauer des Einsatzes oder Angaben zu den Kündigungsfristen
  • Arbeitszeiten der Care-Migrantin inkl. Angaben, wie der Bereitschaftsdienst geregelt wird
  • Kosten des Verleihs
  • Sozialleistungen, Zulagen, Spesen und allfällige Nebenleistungen

Erkundigen Sie sich bei der Personalverleihfirma, wie Kost und Logis geregelt sind. Der Verleihvertrag muss von Ihnen sowie der Firma unterschrieben werden.

WECHSEL ZUR DIREKTANSTELLUNG
Die Firma darf der Care-Migrantin nicht verbieten, nach Ende des Einsatzes direkt mit Ihnen einen Arbeitsvertrag abzuschliessen (Sperrverträge). Die Verleihfirma kann jedoch von Ihnen eine Entschädigung verlangen. Dies nur falls der Einsatz der Care-Migrantin weniger als drei Monate gedauert hat und Sie diese früher als drei Monate nach Ende des Einsatzes direkt einstellen.

Achtung! Personalverleihfirmen aus dem Ausland ohne Geschäftssitz in der Schweiz dürfen in der Schweiz nicht tätig sein. Wenn Sie mit einer solchen Firma einen Vertrag eingehen, können Sie mit bis zu Fr. 40 000.- gebüsst werden.

Achtung! Auch ein Vertrag mit einer Personalverleihfirma schützt Sie nicht davor, gegebenenfalls von einem Gericht als ArbeitgeberIn belangt zu werden. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich über sämtliche Aspekte des Arbeitsverhältnisses kundig machen.